Agile Softwareentwicklung.

Immer mehr Unternehmen setzen auf agile Methoden und Entwicklungen. Starre Prozesse sind nicht mehr zeitgemäß – wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss sich an aktuelle Methoden anpassen. Nutzerorientierung lautet das Motto heutzutage. Moderne Unternehmensstrukturen setzen deswegen auf Flexibilität, auf schnelle Anpassung und einfache Prozesse. Also alles, wofür Agilität steht.

Besonders in der Softwareentwicklung sind diese Grundsätze schon seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Ein agiler Entwicklungsprozess ist unbürokratisch und wesentlich flexibler und schlanker als traditionelle Modelle. Die treibenden Vorteile dieser Vorgehensweise sind die enorme Zeit- und Kostenersparnis, die gleichermaßen dem Softwareentwickler, dem Kunden wie auch den Nutzern zu Gute kommen.

Was ist agile Softwareentwicklung?

Das Ziel agiler Softwareentwicklung ist, durch eine beschleunigte Anpassung an sich verändernde Anforderungen, schneller zu Ergebnissen zu gelangen. Eine nachhaltige Entwicklung steht dabei im Vordergrund, die sich letztendlich in Wettbewerbsvorteilen manifestiert.

Bei klassischen Methoden wie dem Wasserfall-Modell erarbeiten die Entwickler zunächst ein Gesamtkonzept und setzen dieses genau nach Plan um. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist die geordnete Struktur, wodurch sich das Projekt sehr präzise planen lässt. Das gibt dem Unternehmen eine gewisse Sicherheit, weswegen dies auch jahrzehntelang so praktiziert wurde. Im Gegensatz dazu wird bei der agilen Softwareentwicklung iterativ gearbeitet. Am Anfang legt das Team das Ziel und die dafür erforderlichen Anforderungen fest. In mehrere Iterationen werden die Anforderungen umgesetzt und dabei erweitert, geändert oder verworfen. Der Entwicklungsprozess befindet sich also ständig im Fluss und ist jederzeit flexibel anpassbar.

Methoden der agilen Softwareentwicklung.

Die Grundlage agiler Softwareentwicklung bilden agile Prozesse wie Scrum oder Kanban. Diese Methoden zielen vor allem darauf ab, den bürokratischen Aufwand, der oftmals einen negativen Einfluss auf die Produktivität hat, zu minimieren. Das erreichen wir durch die iterativen Prozessebenen: Jeder Durchlauf bringt neue Erkenntnisse und damit Veränderungen der Zielumsetzung. Fehler zeigen sich nicht erst am Ende der Entwicklung, sondern werden bereits während der agilen Projektdurchführung erkannt und damit schon vor der Umsetzung ausgebessert.

Der Fokus agiler Methoden liegt also auf dem Entwicklungsprozess anstatt auf einem durchgeplanten Konzept. Bei jeder Iteration entsteht ein neues Element, das korrigiert werden kann und sich so optimal in das Gesamtbild einfügt. Kostenintensive Veränderungen, die nach der Softwarefertigstellung umgesetzt werden müssen, sind dadurch nicht mehr zu befürchten. Veränderungen sind im Gegenteil sogar wünschenswert, da sie einen elementaren Bestandteil der Methode darstellen und den Lernprozess unterstützen.

Ablauf einer agilen Softwareentwicklung.

Zu Beginn einer agilen Softwareentwicklung wird zunächst ein Ziel festgelegt sowie einige Anforderungen, die zur Erreichung erfüllt sein müssen. Diese werden jedoch nicht vorab in allen Einzelheiten durchgeplant, da sie sich während der Erarbeitung jederzeit ändern können. Die Entwurfsphase wird also bewusst klein gehalten. Viele Anforderungen sind zu Projektbeginn noch überhaupt nicht bekannt und werden stattdessen in regelmäßigen Wiederholungsschleifen immer weiter angepasst. Die Planungs- und Entwicklungsphasen folgen somit keinem festgelegten Ablauf, sondern wechseln sich konstant ab.

Durch die stete Anpassung ist es wesentlich besser möglich, flexibel auf Kundenwünsche einzugehen. Durch das iterative Vorgehen werden dem Kunden regelmäßig Ergebnisse geliefert, anhand derer er seine Zielvorgaben kontrollieren kann. Der tägliche Austausch ist hierfür sehr wichtig, um schnell auf Änderungen zu reagieren. Agile Softwareentwicklung legt gezielt den Fokus auf eine nutzerorientierte Herangehensweise. Die einzelnen Anforderungsbeschreibungen werden aus Sicht der Anwender formuliert und in einem Backlog festgehalten, in dem alle durchzuführenden Aufgaben aufgelistet sind.

Grundlagen der agilen Softwareentwicklung.

Im Zentrum agiler Softwareentwicklung steht die Funktionalität der Anwendung. Der Fokus wird also auf den User und dessen Bedürfnisse gelegt. Die Bestandteile der agilen Softwareentwicklung folgen klaren Vorgaben, die bereits 2001 im sogenannten „Agilen Manifesto“ festgelegt wurden. Darin heißt es:

Individuen und Interaktionen

Individuen und Interaktionen haben Vorrang vor Prozessen und Werkzeugen.

Funktionsfähige Software

Funktionsfähige Software hat Vorrang vor umfassender Dokumentation.

Zusammenarbeit mit dem Kunden

Zusammenarbeit mit dem Kunden hat Vorrang vor Vertragsverhandlungen.

Eingehen auf Änderungen

Das Eingehen auf Änderungen hat Vorrang vor strikter Planverfolgung.

Anhand von 12 Prinzipien wird dies in der Programmierung und Softwareentwicklung umgesetzt. Der Kunde soll dabei durch eine schnelle Entwicklung und Lieferung von funktionierender Software zufrieden gestellt werden. Aufgrund der schnellen Veränderungen innerhalb der agilen Prozesse werden zudem Wettbewerbsvorteile generiert. Um das zu erreichen, sollen Entwickler und Fachleute intensiv zusammenarbeiten. Hierfür ist ein motivierendes Umfeld nötig sowie eine regelmäßige face-to-face-Kommunikation.

Um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, liegt der Fokus auf Leistung und Funktion der Software sowie einem perfekten Design und perfekter Technik. Sämtliche Elemente sollen dabei dem Prinzip der Einfachheit folgen.

Agile Softwareentwicklung mit Scrum.

Zur Umsetzung der Vorgaben werden unterschiedliche agile Prozesse angewendet, zu denen auch Scrum zählt. Es ist die bekannteste Methode agiler Softwareentwicklung, da es einer sehr einfachen Struktur folgt: Der gesamte Prozess wird in mehrere kleinere Aufgaben geteilt, für die ein vordefinierter Zeitraum, ein sogenannter Sprint, festgelegt wird.

Bei Scrum steht die ständige Weiterentwicklung im Fokus, um das Ergebnis fortlaufend anzupassen und zu optimieren. Hierzu gibt es ein selbstorganisiertes Entwicklerteam, das aus drei bis sieben Mitgliedern besteht. Es organisiert und überprüft sämtliche Aufgaben selbst und besteht aus folgenden drei Rollen:

Product Owner

Der Produktverantwortliche arbeitet mit dem Entwicklerteam zusammen. Seine Aufgabe ist es, Anforderungen über den gesamten Prozess hinweg zu formulieren und zu ordnen.

Scrum Master

Anstatt eines Projektleiters gibt es den Scrum-Master, der dafür sorgt, dass alle Prinzipien eingehalten werden. Er überwacht den Entwicklungsprozess und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Er arbeitet sehr eng mit dem Product Owner zusammen.

Team

Das Team besteht aus unterschiedlichen Teilnehmern, die aus verschiedenen Sparten kommen und damit ihr eigenes Fachwissen einbringen. In dem Team müssen alle Qualifikationen repräsentiert sein, um die Zielvorgaben entsprechend umsetzen zu können.

Ablauf der Scrum-Methode.

Sämtliche Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt werden in einem sogenannten Product Backlog gesammelt. Es handelt sich dabei um eine Liste, die nach Prioritäten geordnet ist. Diese können sich jedoch jederzeit ändern, je nachdem ob und welche anderen Anforderungen hinzugefügt werden. Der Product Owner priorisiert gemeinsam mit dem Team die Anforderungen, die anschließend in absteigender Gewichtung abgearbeitet werden. Nach jeder Iteration, auch Sprint genannt, können die Prioritäten vom Product Owner für die folgenden Sprints neu definiert werden.

Als Sprint bezeichnet man also einen festgelegten Zyklus, innerhalb dessen das Team ein möglichst konstantes, vorgegebenes Aufgabenvolumen erledigt. Das Ziel eines jeden Sprints ist dabei immer, eine potenziell auslieferbare und einsetzbare Funktionalität umzusetzen. Ein Sprint dauert in der Regel zwischen einer und vier Wochen. Bis zum Abschluss der Softwareentwicklung sind meist mehrere Sprints notwendig.

Ergebnissicherung im Daily Scrum.

Für jede Iteration legt das Team in einem Sprint Backlog den erforderlichen Arbeitsumfang anhand der Anforderungen aus dem Product Backlog fest. Jeden Tag erfolgt in einem Daily Scrum ein Informationsaustausch innerhalb des Teams. Diese etwa 15-minütigen Besprechungen dienen dazu, jedes Mitglied auf den gleichen Stand zu bringen, zukünftige Aufgaben zu besprechen und auftretende Probleme zu erkennen und diskutieren.

So entsteht eine regelmäßige Ergebnissicherung, durch die sowohl das Arbeitsvolumen gesteuert als auch eine nachhaltige Produktivität gewährleistet wird. Es kommt zu einer konstanten Überprüfung des gesamten Prozesses innerhalb weniger Tage oder Wochen. Bei vielen traditionellen Methoden erfolgt dies meist erst nach vielen Monaten, wenn jede Fehleränderung einen hohen Mehraufwand bedeutet.

Unterschiede zur klassischen Softwareentwicklung.

Dem agilen Scrum-Modell steht das ältere Wasserfall-Modell gegenüber. Die Ansätze unterscheiden sich sehr stark in der Herangehensweise, denn bei der klassischen Methode wird der Ablauf zunächst ganz klar definiert und schrittweise abgearbeitet. Sämtliche Anforderungen müssen hier schon von Beginn an feststehen, da alle Aufgaben aufeinander aufbauen. Das gesamte Vorgehen ist somit sehr hierarchisch gedacht, bei dem Entscheidungen nicht mehr rückgängig gemacht werden sollen, sobald sie einmal für eine Phase festgelegt wurden.

Das Wasserfall-Modell folgt einer sehr linearen Struktur, was eine präzise Planung möglich macht und worin auch der große Vorteil liegt. Jedoch ist dies nur für Projekte geeignet, für die es klare Anforderungen gibt und damit wenige Anpassungen nötig sind. Aber gerade bei der Softwareentwicklung gibt es oftmals viele unvorhersehbare Faktoren, die gerade das erfordern. Diese flexible Anpassungsfähigkeit liefert das agile Scrum-Modell. Darüber hinaus ist die Konzeptionsphase wesentlich reduzierter, da sie teilweise parallel zur Entwicklung läuft. Bei der Wasserfall-Methode ist außerdem das Ergebnis erst zu einem sehr späten Zeitpunkt zu erkennen und damit vorher nicht prüfbar. Die agile Softwareentwicklung hingegen liefert eine sehr hohe Transparenz über den gesamten Prozess hinweg.

Vorteile und Erfolgsfaktoren der agilen Softwareentwicklung.

Agile Softwareentwicklung bringt viele Vorteile gegenüber klassischen Methoden und hat sich in den letzten Jahren immer stärker als erfolgreiches Modell etabliert. Die enge Zusammenarbeit in Teams gewährleistet einen kreativen Austausch, wodurch viele innovative Ideen zusammenkommen. Durch die selbstorganisierte Teamstruktur entsteht ein hohes Maß an Commitment, was die Grundlage für jeden Projekterfolg bildet. Agile Methoden profitieren von der direkten Kundeneinbindung, die eine konstruktive Beziehung zwischen Entwickler, Management und weiteren Stakeholdern fördert.

Agile Softwareentwicklung ermöglicht jederzeit Anpassungen, auch an unvorhergesehene Veränderungen, egal ob an marktspezifische Änderungen oder an allgemeine Anforderungen. Mit agiler Softwareentwicklung benötigen Sie weniger Zeit bei der Planung und kommen schneller zu Ergebnissen. Und diese Zeitersparnis hat natürlich direkten Einfluss auf die Kosten, die dadurch deutlich sinken. Wir sind überzeugt, dass ein Development mit Scrum einen nachhaltigen Mehrwert liefert, den wir unseren Kunden mit auf den Weg geben möchten.

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