Design Thinking.

Gute Planung ist in der Softwareentwicklung ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Produkt. Aber wie erreichen wir das? Mit Hilfe von Design Thinking und Design Sprints.

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine sehr beliebte Methode, die den Nutzer und seine Bedürfnisse in das Zentrum stellt. Bei einer modernen Softwareentwicklung geht es zunehmend auch darum, dass eine Anwendung intuitiv zu bedienen ist. Leider kommt es allzu häufig vor, dass Unternehmen am tatsächlichen Anwender vorbeiarbeiten und zu wenig auf die Usability achten. In den meisten Fällen geschieht das ganz unbewusst, oftmals sogar in dem Gewissen, ein Produkt zu entwickeln, das genau den Bedürfnissen des Nutzers entspricht.

Design Thinking stellt deswegen den Nutzer ins Zentrum der Planung. Es ist eine einfache Methode, um Kreativität zu fördern und neue Lösungen zu finden. Es fordert alle Beteiligten heraus, dem Kern eines Problems auf den Grund zu gehen und diesen aus Sicht des Nutzers zu verstehen.

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Vom Design Thinking zum Design Sprint.

Design Thinking ist ein nutzerorientierter Denkansatz, bei dem der direkte Dialog mit dem Endanwender gesucht wird. Die praktische Umsetzung geschieht meist in Form eines Design Sprints: Hierbei handelt es sich um eine besondere Vorgehensweise zur Lösungsfindung, die auf den Erkenntnissen des Design Thinking beruht.

In einem Design Sprint kommt ein Team für einen 5-tägigen Workshop zusammen, um gemeinsam an einer Fragestellung zu arbeiten. Dies geschieht grundsätzlich im direkten Austausch mit Nutzern, denn schließlich soll der Workshop Aufschluss darüber geben, wie eine optimale Lösung aussehen könnte. Der Zweck eines Design Sprints ist also, alte Denkmuster zu überdenken, neue Ideen zu sammeln und bestehende Konzepte in Frage zu stellen. Dies geschieht alles in einem sehr strukturierten und konzentrierten Rahmen. Das 5-tägige Zeitfenster gibt einen klaren Rahmen vor, innerhalb dessen ein zielgerichteter Entwicklungsprozess entsteht.

Ziele und Methoden von Design Thinking.

Beim Design Thinking geht es darum, gemeinsam mit dem Kunden und den Usern Probleme anzugehen und dadurch innovative Ideen zu entwickeln. Das Vorgehen ist also immer auf die Nutzerbedürfnisse ausgerichtet: Der Anwender ist elementarer Teil des Denkprozesses und wird von der ersten Ideenfindung bis zur letzten Testphase miteinbezogen.

Die Umsetzung einer solchen Methode basiert auf einem klar strukturierten Aufbau, der in der Regel aus sechs Schritten besteht:

Verstehen

Nur wer das eigentliche Problem versteht, kann auch eine nachhaltige Lösung finden.

Beobachten

Eine Innovation setzt Recherche und Feldforschung voraus. Der Nutzer mit seinem Verhalten, seinen Erwartungen, Emotionen und Fähigkeiten bildet die Basis der Lösungsfindung.

Synthese

Die einzelnen Elemente aus der Beobachtung werden analysiert und zu klar definierten Bedürfnissen zusammengefasst.

Ideenfindung

Stichwort Brainstorming – anhand des Gesamtkontexts werden innovative Lösungen gesucht, visualisiert und ausgewählt.

Prototyping

Die gesammelten Lösungen werden als Prototyp entwickelt, um sie mit den Nutzern zu testen. Deren Feedback dient der kontinuierlichen Anpassung.

Verfeinerung

Die gewonnen Erkenntnisse aus der Testphase bilden die Grundlage, um den Prototyp immer weiter zu verbessern. Erst wenn die Bedürfnisse der Nutzer sich in dem Produkt wiederspiegeln, ist der Prozess abgeschlossen.

Design Thinking in der Softwareentwicklung.

In der Softwareentwicklung kann es sehr schnell vorkommen, dass die technische Umsetzung nicht dem Nutzerbedürfnis entspricht. Denn Anwender, Management und IT sprechen selten die gleiche Sprache. Das Management stellt sich eine Lösung vor, die von der IT möglichst kostengünstig und elegant umgesetzt werden soll, schafft es aber nicht, die relevanten Anforderungen so zu vermitteln, dass der Softwareentwickler das Problem adäquat lösen kann. Der Entwickler steht dann vor dem Problem, ohne eine genaue Vorstellung der Anforderungen, eine technisch komplexe Umsetzung in eine leicht zu bedienende Oberfläche zu komprimieren. Da er als Fachmann aber eine andere Vorstellung davon hat als ein digitaler Laie, entspricht das Ergebnis oftmals nicht den Bedürfnissen der Nutzer, denen es wiederum schwerfällt, ihre Bedürfnisse dem Techniker verständlich zu machen.

So kommt es am Ende zu einer technisch wohldurchdachten Software, die der Nutzer aber nicht versteht oder die nicht seinen Vorstellungen entspricht. Design Thinking hilft in diesem Fall, dass alle Beteiligten von Anfang an auf den richtigen Weg kommen. Nur wenn die Nutzer im Prozess beteiligt sind, identifizieren sie sich später mit der geforderten Lösung.

Vorgehen bei einem Design Thinking Workshop.

Das Team.

Zunächst müssen die Teilnehmer für den Workshop ausgewählt werden. In der Regel besteht das Team bei einem Design Sprint aus etwa 5–9 Teilnehmern. Am besten ist es, wenn möglichst verschiedene Leute mit unterschiedlichen Expertisen zusammenkommen, denn in heterogenen Teams kommen viele unterschiedliche Ideen zusammen. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Beteiligten mit Offenheit an den Workshop herangehen. Neugier ist eine wichtige Voraussetzung für Design Thinking, denn nur so lassen sich die Grenzen des Gewohnten überwinden, um neue Perspektiven auszuloten.

Besonders gut ist es, wenn interdisziplinäre Teilnehmer aus verschiedenen Positionen ein Team bilden. Neben den Nutzern, die schließlich im Mittelpunkt des Prozesses stehen,  können das sein:

Projektleiter

– schließlich betreuen und organisieren sie nach dem Workshop auch die weitere Umsetzung.

Fachexperten

– denn ihr umfangreiches Wissen hilft alle anderen, bestimmte Vorgänge, Voraussetzungen oder technische Probleme zu verstehen. Sie haben zudem einen kritischen Blick auf die Umsetzbarkeit der Lösung.

Entscheidungsträger

– nur wenn etwas vom Management abgesegnet wird, kann es auch entsprechend umgesetzt werden. Je intensiver die entscheidenden Personen in den Prozess eingebunden sind, desto geringer die Gefahr, dass nachträglich Änderungen vorgenommen werden müssen.

Kritiker

– ihre Meinungen und Bedenken lenken den gesamten Prozess immer wieder in neue Richtungen. Sie hinterfragen Entscheidungen, fordern Rechtfertigung und beleuchten damit potenzielle Schwachstellen und Gefahren.

Fürsprecher

– sie sind die Motivatoren, die immer wieder zum Weitermachen anspornen. Mit ihrer Begeisterung packen sie auch das komplexeste Problem an und geben nicht auf, bis eine Lösung gefunden ist.

Die Inhalte.

Ein Design Thinking Workshop bietet die perfekte Plattform für einen Dialog. Ein Team kommt zusammen und sammelt Ideen für ein neues Produkt. Lösungen werden entsprechend umgesetzt und anhand von Feedback-Runden wieder angepasst. Um das zu erreichen, kreiert man Prototypen und testet sie mit den Nutzern. Das ist die zentrale Arbeit des gesamten iterativen Prozesses. Schritt für Schritt nähern wir uns so der optimalen Lösung an, denn mit jeder Feinabstimmung kommen weitere essentielle Aspekte hinzu. Je früher Mängel im Ergebnis gefunden werden, desto größer ist die spätere Ressourceneinsparung. Mit Design Thinking liefern wir praxisnahe Prototypen, die vor der Umsetzung bereits anhand von Testphasen und Feedbackrunden auf Fehler geprüft und verbessert werden.

In der Softwareentwicklung besteht immer die Gefahr, dass Vorgaben nicht von der Seite der Endnutzer aus betrachtet werden, sondern nur von der technischen und betriebswirtschaftlichen Seite. Der Workshop schließt genau diese Lücke, indem Softwareentwickler, Management und Endnutzer im persönlichen Austausch ihre Ideen sammeln können. Es kommt immer wieder vor, dass ein Kunde meint, das Problem verstanden und die perfekte Lösung gefunden zu haben, erkennt im Workshop aber, dass der User ganz andere Vorstellungen und Bedürfnisse hat, die in der Software nicht bedacht wurden.

So läuft ein Workshop ab.

Ein Design Sprint besteht aus 5 Phasen an 5 Wochentagen.

 

Montag

Am ersten Tag klären wir zunächst die Aufgabenstellung und sammeln das individuelle Wissen der Teammitglieder zu der spezifischen Fragestellung. Jeder Beteiligte muss das Problem verstehen und welche Anforderungen das Unternehmen an die Lösung stellt. Daraufhin wird eine klare Zielsetzung formuliert, denn man braucht eine Richtung, wo die Reise hingehen soll: Was möchten wir in dieser Woche erreichen?

 

Dienstag

Jetzt werden konkrete Ideen gesammelt. Wir nehmen uns viel Zeit für das Brainstorming, damit jeder in möglichst viele verschiedene Richtungen denken kann und viele Ansätze gefunden werden. Die Teilnehmer entwerfen erste Lösungsvorschläge und skizzieren diese mit verschiedenen Methoden. Hierbei ist jeder Input wertvoll und sollte kritisch von allen Teilnehmern bewertet werden.

 

Mittwoch

Am dritten Tag ist Entscheiden angesagt: Die besten Ideen müssen ermittelt werden. Hierfür ist eine gute Strategie erforderlich im Hinblick auf die Zielsetzung. Die Teilnehmer wählen dann die Ideen aus, die als Prototypen umgesetzt werden. Für diese Ideen arbeiten sie Storyboards heraus als Grundlage für die Prototypen. Außerdem werden die Interviews für die Testphase geplant.

 

Donnerstag

Heute ist Prototyping angesagt. Denn ohne Prototyp kann es keine Tests geben. Diese sollten bereits ein realistisches Abbild des späteren Produkts darstellen, um möglichst authentische Feedbacks zu erhalten.

 

Freitag

Der letzte Tag zeigt, ob sich die ganzen Mühen gelohnt haben, denn der Prototyp wird den tatsächlichen Nutzern vorgeführt. In Tests zeigt sich, ob und welche Schwachstellen bestehen und ob der Prototyp vielversprechend ist. Anhand gezielter Interviews erhalten die Teilnehmer Feedback und erhalten so Antworten darüber, ob die Zielsetzung erreicht wurde oder ob eine weitere Iteration der Prototypen notwendig ist.

 

Ergebnis

Am Ende eines Design Sprints stellen die Teilnehmer fest, dass es problemlos möglich ist, ein erfolgreiches Produkt innerhalb nur einer Woche zu planen und als Prototypen zu bauen. Noch dazu ein Produkt, das den Nutzer wirklich anspricht und in seinen Bedürfnissen unterstützt. Die 5 Tage Workshop sind zwar intensiv, aber durch das große Commitment innerhalb des Teams, das während des Prozesses entsteht, fast immer von Erfolg gekrönt.

Vorteile Design Thinking.

Design Thinking ist viel mehr als eine Methode zur Ideenfindung – es ist ein nutzerzentrierter Denkansatz, der kreatives Potenzial freisetzt. Die Vorgehensweise stammt aus der Design-Branche, bei der explizit die Nutzerorientierung im Vordergrund steht. Die Denkweise wurde einfach übernommen und auf andere Bereiche angewendet. Ein Design-Thinking-Workshop bietet noch zahlreiche weitere Vorteile:

Schnellere Reaktionszeiten

Bereits beim Prototyping fließen Ideen aller beteiligten Stakeholder mit ein. Iterative Feedbackrunden verhindern, dass am Endnutzer vorbeientwickelt wird. Fehlentwicklungen zeigen sich so bereits vor der Umsetzung.

Innovationen

Natürlich erfinden wir nicht mit jeder Entwicklung das Rad neu. Aber schon kleine Lösungsansätze können eine Neuerung darstellen und die Usabilty einer Software erheblich verbessern und so die Zufriedenheit steigern.

Identifikation

Die Nutzer sind im Entwicklungsprozess beteiligt und tragen somit dazu bei, ein Produkt zu entwickeln, das sie auch wirklich gerne verwenden.

Digitale Innovationen durch Design Thinking.

Nutzerorientierung ist natürlich kein neues Konzept. In der Softwarebranche lag der Fokus jedoch lange Zeit ausschließlich auf den Programmiercodes. Nicht falsch verstehen: eine qualitativ hochwertige Lösung lebt natürlich von einem guten Code. Bei NX Digital ist das jedoch Voraussetzung. Das Problem ist vielmehr, dass ein guter Code noch lange keine Usability gewährleistet.

In Zeiten der Digitalisierung, wo Software in alle Lebens- und Arbeitsbereiche vorgedrungen ist, reicht Funktionsfähigkeit nicht mehr aus. Software muss vor allem auch intuitiv sein. Wir müssen uns also von einer rein technischen Entwicklung verabschieden und stattdessen kundenorientierte Lösungen kreieren. Und das erreichen wir nur, wenn wir die Zielrichtung bereits in den Entwicklungsprozess integrieren und so Innovationen vorantreiben. Der direkte Austausch sämtlicher Stakeholder an einem gemeinsamen Tisch stellt eine Neuerung dar, die wir vorantreiben müssen.

Darum lohnt sich ein Design Thinking Workshop.

Design Thinking sollte elementarer Bestandteil der Softwareentwicklung sein. Es bildet den ersten Schritt eines guten Planungsprozesses. Im Zusammenspiel mit einem agilen Entwicklungsverfahren sorgt Design Thinking dafür, dass die Anwendung auch genau die Bedürfnisse erfüllt, die der Nutzer an die fertige Software hat. NX Digital möchte Ihnen stets die beste Lösung liefern, die nachhaltig funktioniert und von allen Beteiligten als praktikable Unterstützung angesehen wird. Je intuitiver der Anwender die Software versteht, desto weniger Support benötigt er. Das entlastet das Unternehmen und die Mitarbeiter. Softwareentwicklung mit Design Thinking bringt Expertise, Know-how und Usability zusammen und steigert somit die Produktivität.

Ein Workshop geht je nach Umfang über einen oder mehrere Tage. Langfristig ist es ein kostengünstiger Weg, an dessen Ende ein nachhaltiges Ergebnis steht. Minimaler Aufwand bringt hier maximalen Output, von dem sie noch lange profitieren werden. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und wir besprechen alle weiteren Details persönlich.

Unsere Vorteile:

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